Immunsystem - Fieber

  

Fieber ist eine Methode des Immunsystems, um Krankheitserreger besser bekämpfen zu können.

Fieber = Heilmethode des Immunsystems

Eine erhöhte Körpertemperatur beschleunigt die Stoffwechselvorgänge und die Produktion von weissen Blutkörperchen (Leukozyten). Das Immunsystem arbeitet also schneller als ohne Fieber.

Ausserdem fühlen sich die meisten Krankheitserreger bei erhöhten Temperaturen nicht mehr wohl und gedeihen weniger gut als ohne Fieber.

Fieber erleichtert also in doppelter Hinsicht die Arbeit des Immunsystems.

Daher ist Fieber zunächst also eine heilsame Angelegenheit, sofern es nicht zu hoch wird, denn sehr hohes Fieber belastet den Körper extrem stark.

Niedriges und mittleres Fieber sollte man also im Normalfall nicht bekämpfen, sondern eher unterstützen.


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Fieber = Krankheits-Signal

Fieber ist zwar eigentlich eine gesunde Massnahme des Immunsystems, aber es ist immer ein deutliches Zeichen, dass sich der Körper mit einer Infektion auseinandersetzen muss.

Daher ist Fieber ein deutliches Warnsignal und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Fieberhöhen

Erhöhte Temperaturen des Körpers werden unterschiedlich benannt, je nachdem, wie hoch die Temperatur ist.
Temperatur Bedeutung
36,6° bis 37,4° Normale Körpertemperatur
37,5° bis 38,0° Erhöhte Temperatur bzw. subfebrile Temperatur
38,1° bis 38,4° Fieber
38,5° bis 38,9° Mässiges Fieber
39,0° bis 40,9° Hohes Fieber
ab 41,0° Sehr hohes Fieber

Bei kleinen Kindern steigt die Temperatur meistens recht schnell auf hohe Temperaturen, selbst hohes Fieber kommt bei ihnen häufiger mal kurzfristig vor auch ohne schwerwiegende Erkrankungen.

Erwachsene haben mit zunehmenden Alter weniger hohe Temperaturen. Daher ist bei älteren Erwachsenen auch schon erhöhte Temperatur ein deutliches Warnzeichen.

Wann zum Arzt?

Kein Arzt zwingend erforderlich

Wenn man weiss, dass das Fieber beispielsweise von einem harmlosen grippalen Infekt verursacht wurde, dann muss man nicht unbedingt zum Arzt, sofern das Fieber nicht sehr hoch ist.

Unbedingt den Arzt aufsuchen

Wenn man nicht weiss, warum man Fieber hat, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen, denn es sollte herausgefunden werden, was die Ursache für das Fieber ist.

Oder wenn das Fieber über 39,5°C steigt oder für länger als drei Tage höher als 39°C ist, dann ist es Zeit für den Arzt, denn Fieber in dieser Höhe hat meistens keine harmlosen Ursachen mehr. Bei so hohen Temperaturen sollte man nicht selbst mit dem Auto fahren. Entweder fahren lassen oder den Arzt ins Haus kommen lassen.

Auch wenn leichtes Fieber über einen längeren Zeitraum besteht und nicht von selbst wieder aufhört, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Begleitsymptome

Schwitzen

Verstärkte Schweissbildung dient dazu, den Körper zu kühlen.

Diese Kühlung geschieht durch Verdunstung der Flüssigkeit.

Daher sollte man die natürliche Schwitzneigung beim Fieber nicht unterdrücken, sondern sogar eher unterstützen.

Wichtig ist es jedoch, den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr auszugleichen.

Da beim Schwitzen auch Salz ausgeschieden wird, muss man auch Salz zu sich nehmen.

Der Flüssigkeits- und Salzbedarf ist einer der Gründe, warum bei grippalem Infekt oft Hühnerbrühe empfohlen wird.

Schüttelfrost

Schüttelfrost ist meist ein Zeichen von sehr schnellem Anstieg der Temperatur.

Der Körper bedient sich der Wärme, die durch die Muskeln beim Zittern erzeugt wird, um die Körpertemperatur zu steigern.

Der Schüttelfrost selbst dauert meist nur kurz an, muss also im Allgemeinen nicht extra behandelt werden.

Da er jedoch einen schnellen Fieberanstieg signalisiert, sollte man dieses Warnzeichen deutlich wahrnehmen.

Bei der Neigung zu Fieberkrämpfen werden Anfälle meist durch schnelle Temperaturanstiege ausgelöst. Man sollte in diesen Fällen ein besonders kritisches Auge auf Schüttelfrost werfen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt kann es dann angesagt sein, Beruhigungsmittel zu verabreichen.

Behandlung

In erster Linie geht es bei der Behandlung von Fieber, um eine Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.

Achtung!

Bei Fieber immer ausreichend trinken (min. 2 Liter pro Tag)
Ausserdem ausreichend Salze zuführen (z.B. Brühe trinken oder Salzstangen essen).

Bei manchen Lungenentzündungen gibt es hierzu Ausnahmen, weil der Körper die Ausscheidung von Flüssigkeit stoppt und daher auch weniger Zufuhr braucht/verträgt. Daher im Fall von schweren Lungenentzündungen den Arzt fragen, wieviel Flüssigkeit zugeführt werden soll.

Leichtes Fieber

Temperaturen bis etwa 38,5° müssen nicht als solche behandelt werden. Mit schweisstreibenden Mitteln kann man den Fiebereffekt jedoch unterstützen und den Krankheitsverlauf dadurch erleichtern.

Beispiele für schweisstreibende Kräuter:

Hohes Fieber

Hohes Fieber ab 39°C wird vom Körper nicht lange ausgehalten. Daher ist es, in Absprache mit dem Arzt, sinnvoll, das Fieber zu senken.

Massnahmen zur Fiebersenkung:

  • Leichte Decken oder zeitweise gar nicht zudecken.
  • Leichte Bekleidung.
  • Wadenwickel, mit kühlen, feuchten Wickeln um die Waden - halbstündlich wechseln.
  • Essigwickel - das sind Wadenwickel mit verdünntem Essig.

Beispiele für fiebersenkende Kräuter:

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