Honig

  

Honig wird von Bienen aus dem eingesammelten Nektar oder Honigtau verschiedenster Pflanzen hergestellt.

Für ein Kilo Honig müssen 4000 Bienen den ganzen Sommer über arbeiten. In einem Bienenstock leben etwa 40.000 bis 80.000 Bienen.

Der Honig dient den Bienen als Nahrungsmittel und wird in den wachshaltigen Bienenwaben gelagert. Der Imker entnimmt die Waben aus dem Bienenstock und gewinnt den Honig durch Schleudern in einer Zentrifuge. Anschliessend setzt er die entleerte Wabe wieder ein.

Je nachdem, ob der Honig aus Blütennektar oder Honigtau hergestellt wird, unterscheidet man zwischen Blütenhonig und Waldhonig.

Blütenhonig

Diese Art von Honig stammt von den Blüten verschiedenster Pflanzen.

Die Beschaffenheit des Honigs hängt davon ab, welche Art von Blüten vorwiegend von den Bienen besucht werden. Es gibt beispielsweise Wiesenhonig von Wiesenblumen, grobkörnigen Heidehonig aus Heidekraut, flüssigen Akazienhonig von Akazien, hellen Rapshonig vom Raps,...

Da die Blütezeiten der Pflanzen teilweise unterschiedlich sind, entstehen im Laufe eines Sommers unterschiedliche Honigsorten. In Gegenden mit gemischten Pflanzen gibt es im Frühling helle Sorten, fast schon weiss, bis zum Sommer wird der Honig immer dunkler und im weiteren Verlauf des Bienenjahres wird Waldhonig produziert.

Waldhonig

Waldhonig wird aus dem Honigtau der Waldbäume gewonnen. Das sind beispielsweise Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche, Eiche, Ahorn. Honigtau ist der süsse Saft, der von Blattläusen ausgeschiedenen wird.

Waldhonig ist meistens dunkler als Blütenhonig und bleibt recht lange flüssig.

Inhaltstoffe

  • Fruchtzucker
  • Traubenzucker
  • Duftstoffe
  • Schleimstoffe
  • Enzyme
  • Aminosäuren
  • Pollen
  • Mineralstoffe
  • Ätherische Öle
  • Ameisensäure
  • natürliche Antibiotika
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin H (Biotin)
  • Vitamin B9 (Folsäure)

Zu Beachten!

Kein Erhitzen

Honig darf nicht über 45°C erhitzt werden, denn sonst verliert er seine heilkräftigen Eigenschaften.

Bei Erhitzung werden die Enzyme und Vitamine zerstört, die Ameisensäure und ätherischen Öle verflüchtigen sich.

Nicht für Säuglinge

Säuglinge dürfen keinen Honig erhalten, denn Honig kann in geringen Mengen Botulismus-Sporen enthalten. Die Mengen sind so gering, dass sie grösseren Kindern und Erwachsenen nichts ausmachen, aber der zarte Organismus von Säuglingen ist damit überfordert. In den Verdauungsorganen der Babies entwickeln sich die Sporen zu Bakterien und bilden dann das Botulismus-Toxin. Dieses lähmt den Darm, sodass sich die Bakterien in aller Ruhe noch mehr vermehren können. Das geht dann in seltenen Fällen solange, bis das entstandene Toxin auch die Atemmuskulaur lähmt und das Baby stirbt.

Heilwirkung

Der Honig hat sowohl innerlich als auch äusserlich angewendet vielfache Heilkräfte.
  • antibiotisch
  • entzündungshemmend
  • wundheilend
  • Geschwüre
  • Abszesse
  • Furunkel
  • Ekzeme
  • Hautunreinheiten
  • Bartflechte
  • Insektenstiche
  • eiternde Wunden
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • kräftigend
  • blutbildend
  • blutreinigend
  • Verstopfung
  • Husten
  • Bronchitis

Anwendung

Man kann den Honig auf vielfältige Weise anwenden.

Innerlich kann man ihn einfach essen, als Brotaufstrich nehmen oder einen Kräutertee damit süssen (nicht zu heiss!).

Äusserlich kann man den Honig direkt auf die betroffene Hautstelle auftragen und abdecken. Man kann ihn auch mit pulverisierten Kräutern vermischen und auflegen.

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