Gicht

  

Die Gicht ist eine schmerzhafte, entzündliche Krankheit der Gelenke und des Stoffwechsels.

Sie gilt als typische Krankheit der Völlerei und des Wohlstands.

Ausser eiweissreichem Essen muss aber noch eine Veranlagung zur Gicht hinzukommen, oder Grunderkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, die die Entstehung der Gicht begünstigen können.

Unser Schwesterprojekt Gicht.gesund.org befasst sich ausführlich mit dem Thema Gicht:

Krankheitsbild

Aktuer Gichtanfall

Beim akuten Gichtanfall entzündet sich ein Gelenk, häufig das Grundgelenk der Grosszehe, sehr schmerzhaft.

Solch ein Anfall dauert meistens drei Tage lang.

Chronische Gicht

Wenn die Gicht unzureichend behandelt wird und man weiterhin sehr viel Fleisch (purinreich) isst, entsteht die chronische Gicht, bei der die Gelenke dauerhat geschädigt werden und man fast immer Schmerzen hat.

Auch die Niere kann durch chronische Gicht zerstört werden.

Ursachen

Bei der "primären Gicht" ist eine erbliche Veranlagung Voraussetzung für die Entstehung der Gicht.

Bei der "sekundären Gicht" sind es verschiedene Grunderkrankungen, die die Gicht verursachen können.

Hinzu kommt immer eine purinreiche Ernährung, z.B. viel Innereien, viel Fleisch, manche Fischsorten.

Die in der Nahrung und durch körpereigene Abbauprozesse der Zellen im Blut vorhandenen Purine, das sind Teile aus den Zellkernen, werden sowohl bei Gesunden als auch bei Gichtkranken zu Harnsäure umgebaut.

Bei Gichtkranken kann die Harnsäure jedoch nicht ausreichend ausgeschiedenen werden, darum sammelt sie sich im Blut an. Bei hoher Konzentration der Harnsäure im Blut (ab 6,5 mg/dl) kristallisiert die Harnsäure aus und lagert sich unter anderem in den Gelenken ab.

Die Gelenke werden gereizt und entzünden sich.

Verlauf

Die erhöhte Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) kann über Jahre und Jahrzehnte symptomlos bestehen.

Wenn sich die Gicht entwickelt, kommt es zuerst zu einem akuten Gichtanfall.

Danach kann wieder jahrelang Ruhe sein.

Die akuten Gichtanfälle häufen sich schliesslich und bei unzureichender Behandlung kommt es zur chronischen Gicht.

Dauerhafte Bewegungseinschränkungen mit starken Schmerzen können die Folge sein und schliesslich kann es zu Nierenversagen kommen.

Behandlung:

Die Grundbehandlung der Gicht gehört in die Hand des Arztes.

Durch mehrere Bluttests kann die Gicht diagnostiziert werden.

Wichtigster Bestandteil der Gichtbehandlung ist die Umstellung der Ernährung. Hinzu kommen Medikamente, die die Umwandlung der Purine in Harnsäure hemmen und die Ausscheidung der Harnsäure fördern.

Ergänzend kann man Heilpflanzen einsetzen, die die Ausscheidung der Harnsäure hemmen.

Im akuten Gichtanfall hilft am besten die Herbstzeitlose, aber da diese giftig ist, sollte sie vom Arzt verschrieben und dosiert werden.

Ernährung

Weglassen purinreicher Nahrungsmittel, beispielsweise.
  • Innereien
  • Sprotten
  • Sardinen
  • Forellen
  • Schweinefleisch
  • Gänsefleisch

Schulmedizinisch

  • Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR), Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken, z.B. Diclofenac.
  • Allopurinol, hemmt die Umwandlung der Purine in Harnsäure.
  • Benzbromaron, fördert die Harnsäure-Ausscheidung

Ätherische Öle:

  • Basilikum
  • Cajeput
  • Fenchel
  • Fichte
  • Kamille
  • Kiefer
  • Knoblauch
  • Rosmarin
  • Sassafras
  • Wacholder
  • Zitrone

Heilpflanzen:

Schmerzstillend bei akuten Anfällen

Zur Ausscheidung der Harnsäure

Äusserlich

Siehe:

Unser Schwesterprojekt:


Disclaimer: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker


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