Schuppenflechte (Psoriasis)

  

Psoriasis ist eine Hauterkrankung mit chronischem Verlauf, unter der Betroffene ausgeprägt leiden können, weil die Hautprobleme nicht nur unangenehm sind, sondern auch das Aussehen beeinträchtigen können.

Die Neigung zur Schuppenflechte ist erblich unbd tritt familiär gehäuft auf. Die Schübe der Erkrankung werden durch klimatische Einflüsse, mechanische Reize, Stoffwechselstörungen, manche Medikamente (z.B. Betablocker), Streptokokken-Infektionen, Hormonumstellungen (z.B. Schwangerschaft, Menarche) und psychische Belastungen ausgelöst werden.

Zwischen zwei und vier Prozent der Menschen leiden unter Psoriasis.

Krankheitsbild

Auf der Haut bilden sich erhabene Hautflecken mit silbrigen Schuppen.

Diese Schuppen heilen nach einer Weile ohne Narben ab und jucken normalerweise nicht.

Die Psoriasis-Flecken entstehen meistens an den Ellenbogen, Knien, Handteller, Füssen, am behaarten Kopf, am Rücken und Gesäss. Auch an den Nägeln kann die Schuppenflechte auftreten.

Sonderformen sind die pustolöse Psoriasis, bei der die Hauterscheinungen entzündliche Pusteln sind. Besonders schwerwiegend ist die psoriatische Arthritis, bei der es ausser zu Hauterscheinungen auch zu starken Gelenkentzündungen kommt.

Die Ursache, für die Entstehung der Schuppenflechte ist bisher noch nicht geklärt.

Die Schuppenflechte tritt schubartig auf. Die Neigung zu solchen Schüben ist chronisch.

Im allgemeinen kann die Psoriasis nicht endgültig geheilt werden. Bei günstiger Verlaufsform bleibt man aber jahrelang von Schüben verschont.

Behandlung:

Heilpflanzen:

  • Aloe vera
  • Birke
  • Brennessel
  • Brunnenkresse
  • Eiche
  • Kamille
  • Lavendel
  • Linde
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Wegwarte
  • Wacholder

Ernährung:

Wenn man sich ungünstig ernährt und dadurch in eine schlechte Stoffwechselsituation geraten ist, kann es helfen, wenn man seine Ernährung umstellt und sich ausgewogen ernährt.

Schulmedizin:

In der Schulmedizin werden cortisonhaltige und erweichende Salben gegen Psoriasis eingesetzt.

Auch steinkohleteer- und salizylsäurehaltige Mittel werden verwendet.

Auch das starke Mittel Dithranol wird in schweren Fällen eingesetzt. Jedoch reizt es die Haut und kann die Wäsche verfärben.

In extrem schweren Fällen von Psoriasis wird auch Methotrexat verschrieben, ein Mittel, das sonst in der Krebstherapie verwendet wird. Hier gibt es sehr starke Nebenwirkungen auf Nieren, Knochenmark und Leber.

Gegen pustolöse Psoriasis kann man Vitamin-A-Säure einsetzen, die auch bei schwerer Akne erfolgreich ist.

Baden in Meersalz:

Bäder in Meersalz-Wasser wirken bei Schuppenflechte oft hilfreich.

Als besonders günstig gilt das Salz des toten Meeres. Ein Kururlaub dort kann die Haut zum Abheilen bringen.

Aber auch Bäder in der Badewanne zu Hause mit dem Salz des toten Meeres können helfen.

Siehe auch: Totes Meer Salz

Sonnenbäder:

Das ultraviolette Licht der Sonne kann bei Schuppenflechte helfen.

Daher hilft oft ein Aufenthalt an einer sonnigen Meeresküste.

Auch Sonnenbäder im Heimatort können wirken.

Beim Bad in der Sonne muss man immer darauf achten, dass man es nicht übertreibt und einen Sonnenbrand bekommt, denn ein Sonnenbrand kann nicht nur zusätzliche Psoriasis-Schübe, sondern auch Hautkrebs begünstigen.


Siehe auch:

Bücher

Psoriasis
von Matthias Augustin, Erwin Schöpf
ISBN 3406447252

Rat und Hilfe bei Schuppenflechte
von von Dietlinde Burkhardt, Klaus Degitz
ISBN 3517067512

Abwechslungsreiche Diät bei Psoriasis
von Niels Carstenson, Günther Schäfer, Monika Brennecke
ISBN 383043006X

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