Eberraute (Artemisia abrotanum)

  

Eberraute Die Eberraute ist ein Verwandter des Beifusses und des Wermuts. Wie seine Brüder ist er eine mehrjährige Pflanze mit bitterem Geschmack und einem gewissen Cola-Aroma.

Früher wurde die Eberraute als Gewürz für fette Speisen verwendet, doch inzwischen ist sie aus der Mode gekommen.

Auch als Heilpflanze wurde die Eberraute früher höher geschätzt als heutzutage. Dabei hat sie vielfältige Heilwirkungen.

Sie stärkt die Verdauungs- und die Harnorgane, man kann sie gegen Husten und Bronchitis verwenden. Ausserdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen kann man die Eberraute verwenden.



Steckbrief

Heilwirkung:

Eigenschaften

abwehrsteigernd, antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schweisstreibend, tonisierend

Atemwege

Husten, Bronchitis, Fieber

Verdauungssystem

Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Durchfall, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Würmer

Harnorgane

Blasenschwäche, Nierenschwäche

Frauenheilkunde

Menstruationsbeschwerden, Menstruations fördernd, Wechseljahrsbeschwerden

Nervensystem

Schlafstörungen

Bewegungsapparat

Rückenschmerzen, Ischias
wissenschaftlicher Name:Artemisia abrotanum
Pflanzenfamilie:Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:Herb Royal
volkstümliche Namen:Abraute, Amberbaum, Eberreis, Staubwurz, Zitronenkraut
Verwendete Pflanzenteile:Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe:Ätherische Öle, Abrotin, Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit:August


Anwendung

Man kann die Blätter der Eberraute als Tee anwenden.

Dazu bereitet man einen Aufguss mit ein bis zwei Teelöffel Eberrauten-Blätter und lässt ihn fünf bis zehn Minuten ziehen.

Davon trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Auch als Tinktur kann man die Eberrauten-Blätter ansetzen. Davon nimmt man dreimal täglich 10-50 Tropfen ein.


Kontraindikation

Die Eberraute darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Pflanzenbeschreibung

Die Eberraute ist in Südeuropa heimisch. In Mitteleuropa wurde die Eberraute als Würz- und Heilpflanze schon im Mittelalter angebaut.

Die mehrjährige Verwandte des Beifusses hat sehr viele, ganz feine Blätter, die an Federn erinnern. Die Blätter sind hellgrün.


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