Spagyrik

  

Die Spagyrik ist eine Therapierichtung der Alchemie.

Geschichte:

Die Anfänge liegen im alten Ägypten. Im Mittelalter entstand die heutige Spagyrik als Kombination von Alchemie und Astrologie, die Heilmittelherstellung geht auf Paracelsus im 16. Jahrhundert zurück.

Im 19. Jahrhundert wurden von C.F. Zimpel die Essenzen eingeführt. Im 20. Jahrhundert gab es noch aktive Alchemisten, die Firmen für ihre Produkte gründeten und die heute noch verkauft werden.

Wirkungsweise:

Mit dem Mitteln der Alchemie und der Astrologie werden die Heilmittel zusammengestellt, die die schlechten Säfte aus dem Körper entfernen.

Die Diagnose erfolgt aus der Veraschung und spagyrische Aufbereitung des Patientenblutes.

Die Heilmittel werden aus frischen zerschnittenen Pflanzen hergestellt, die mit Wasser und Hefe versetzt werden. Die Mischung wird unter astrologisch bestimmten Zeitpunkten Tag und Nacht ausgesetzt oder auch mit der Hand bewegt. Später wird diese Mischung destilliert. Die festen Rückstände werden verbrannt und die Asche wird mit dem Destillat gemischt und gefiltert. Das Filtrat ist das Heilmittel. Dieser Vorgang, der aus Trennen (spaein) und Vereinigen (gyrein) besteht, gab der Therapie ihren Namen.

Teilweise wird mit Potenzen wie in der Homöopathie gearbeitet, teilweise mit D30, allerdings ist hier die Anwendung umgekehrt. Daher ist die sinnvolle Kombination mit der Homöopathie unmöglich.

Es gibt Tropfen, Tabletten und Salben auch Sprays und Injektabilia (flüssige Heilmittel zum Spritzen). Die Mittel werden täglich über einen Zweitraum von etwa einem Monat in einer Art Kur eingenommen. Gute astrologische Zeitpunkte für die Kur sind Frühling und Herbst.

Anwendung bei:

Alle Krankheiten, vor allem chronische Krankheiten, wie Gelenkbeschwerden, Rheuma, Gicht, Hautkrankheiten, Darmbeschwerden. Bei Stoffwechselkrankheiten zur Entgiftung.

Risiken:

Erstverschlimmerung, d.h. Hautunreinheiten, Ausschläge, Pickel. Fehldiagnose und Fehlbehandlung.

Keine Spagyrik bei:

Schwangeren, Kindern, Alkoholikern (Mittel enthalten fast alle Alkohol).

Wer behandelt?

Alchemisten, Heilpraktiker, der informierte Patient selbst.


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